Top 10 Cocktails für dein Martiniglas

Müsste man das erkennbarste Objekt einer ganzen Bar wählen, würde es haushoch gewinnen. Konische Form, dünner Stiel, klare Linien: Das Martiniglas ist nicht nur ein Gefäß, es ist fast schon ein Verkaufsargument für sich. Egal welcher Cocktail hineinkommt, er wirkt sofort wie der Höhepunkt des Abends.
Bevor wir uns aber die Liste der zehn Cocktails ansehen, die am besten dazu passen, lohnt sich eine Frage: Warum ausgerechnet dieses Glas, und kein anderes?
Warum ist das Martiniglas so unverzichtbar geworden?

Seine Form ist kein gestalterischer Zufall. Abgeleitet von den Champagnerschalen des frühen 20. Jahrhunderts, wurde es für "up" servierte Cocktails entwickelt: ohne Eiswürfel im Glas, aber trotzdem perfekt gekühlt dank vorherigem Shaken oder Rühren im Mixglas.
Drei Gründe erklären, warum es ein ganzes Jahrhundert überdauert hat, ohne an Reiz zu verlieren:
- Die weite Öffnung bündelt und gibt die Aromen frei, sobald die Nase den Rand erreicht.
- Der lange Stiel ermöglicht es, das Glas zu halten, ohne die Flüssigkeit mit der Handfläche zu erwärmen.
- Die Transparenz des Glases bringt die Farbe des Cocktails voll zur Geltung, ein alles andere als nebensächliches Kriterium, wenn man einen pinken Cosmopolitan oder einen neongrünen Appletini serviert.
Das Ergebnis: von den illegalen Bars der amerikanischen Prohibition bis in die Hand von James Bond, dieses Glas ist zum optischen Kürzel für "anspruchsvoller Cocktail" geworden. Hier sind die zehn Klassiker, die das beweisen.
1. Dry Martini
Der Urvater, der dem Glas selbst seinen Namen gab. In den 1920er-Jahren populär geworden, verkörpert er wie kein anderer die Idee des minimalistischen, eleganten Cocktails.
- Rezept: 6 cl Gin, 1 cl trockener Wermut, eine Olive oder eine Zitronenzeste.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Seine kristallklare Reinheit braucht keine Verzierung, nur eine transparente Hülle, die sie zur Geltung bringt.
2. Espresso Martini
1983 in London vom berühmten Barkeeper Dick Bradsell erfunden, hat dieser Cocktail Kaffeeliebhaber und Nachtschwärmer miteinander versöhnt.
- Rezept: 5 cl Wodka, 3 cl Kaffeelikör, 3 cl frisch gebrühter Espresso, 1 cl Zuckersirup.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Der cremige Schaum, der beim Shaken entsteht, hält sich perfekt in der konischen Schale, mit drei Kaffeebohnen als dekorativem Abschluss.
3. Cosmopolitan
Dieser Cocktail ist untrennbar mit der Popkultur der 90er-Jahre verbunden: Er war auf jedem Bildschirm zu sehen, populär gemacht durch eine bekannte New Yorker Serie.
- Rezept: 4 cl Zitronenwodka, 2 cl Triple Sec, 3 cl Cranberrysaft, 1 cl Limettensaft.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Seine leuchtend pinke Farbe will bewundert werden, nicht in einem blickdichten Glas verschwinden.

4. Pornstar Martini
Provokanter Name, sonniger Cocktail. In den 2000er-Jahren in London von Douglas Ankrah kreiert, vereint er Vanille, Passionsfrucht und einen Schuss Champagner.
- Rezept: 5 cl Vanillewodka, 2 cl Passionsfruchtlikör, 5 cl Passionsfruchtpüree, ein separat servierter Shot Champagner.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Seine tropischen Farben und die halbe Passionsfrucht als Garnitur machen ihn zu einem der fotogensten Cocktails seiner Art.
5. French Martini
Milder, fruchtiger, in den 1980er-Jahren in New York entstanden, bevor er die angesagten Bars der ganzen Welt eroberte.
- Rezept: 4 cl Wodka, 2 cl Himbeerlikör, 4 cl Ananassaft.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Sein zartrosa Farbton und die leichte Schaumkrone kommen in einer weiten Schale besonders gut zur Geltung.
6. Vodka Martini
"Shaken, not stirred." Ein Satz, der dank eines bestimmten Geheimagenten in die Popkultur einging und diesen eisig-klaren Cocktail zu einer echten Signature gemacht hat.
- Rezept: 6 cl Wodka, 1 cl trockener Wermut, Olive oder Zeste nach Wahl.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Seine völlige Klarheit verträgt keine Ablenkung, nur eine saubere, gut gekühlte Schale.
7. Lemon Drop Martini
Ein echtes flüssiges Bonbon, in den 1970er-Jahren in San Francisco entstanden, meist mit einem in Zucker getauchten Glasrand serviert.
- Rezept: 4 cl Wodka, 2 cl Zitronensaft, 1,5 cl Triple Sec, 1 cl Zuckersirup.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Der Kontrast zwischen dem zuckrigen Rand und der glänzenden Flüssigkeit fällt in einer transparenten Schale sofort ins Auge.
8. Appletini
Auffällig, knallig, direkt aus dem Hollywood der 90er-Jahre übernommen, und bis heute genauso gefragt.
- Rezept: 4 cl Wodka, 2 cl grüner Apfellikör, 1 cl Zitronensaft.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Seine leuchtend grüne Farbe fällt sofort ins Auge, ein Effekt, der in einem geschlosseneren Glas verloren ginge.
9. Gibson
Eine dezente, aber kultige Variante des Dry Martini, die dem Illustrator Charles Dana Gibson Ende des 19. Jahrhunderts zugeschrieben wird.
- Rezept: 6 cl Gin, 1 cl trockener Wermut, eine kleine eingelegte Perlzwiebel als Garnitur.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Die Transparenz der Flüssigkeit bringt dieses ebenso minimalistische wie überraschende Detail perfekt zur Geltung.
10. Chocolate Martini

Das flüssige Dessert schlechthin, in den 1990er-Jahren entstanden, um einen Abend mit einer süßen Note abzuschließen.
- Rezept: 5 cl Wodka, 2 cl Kakaolikör, 2 cl flüssige Sahne, ein Faden Schokoladensirup als Dekoration.
- Warum er in diesem Glas funktioniert: Die im Inneren der konischen Schale gezogenen Sirup-Schwünge ergeben eine optische Wirkung, die kein anderes Glas bieten kann.
So wählst du das richtige Martiniglas

Nicht jedes Martiniglas ist hinter dem Tresen gleich gut geeignet. Ein paar Kriterien, auf die man vor dem Kauf achten sollte:
- Das Fassungsvermögen: zwischen 15 und 25 cl, je nach Cocktailstil; ist das Glas zu groß, wird der Cocktail warm, bevor er ausgetrunken ist.
- Die Stärke des Stiels: ein dünner, aber stabiler Stiel verhindert Unfälle auf einer vollen Arbeitsfläche.
- Die Widerstandsfähigkeit: Für den professionellen Einsatz oder häufige Feiern empfiehlt sich vorgespanntes Glas, das stoß- und spülmaschinenfester ist.
Wenn du deine Bar aufbaust oder erweitern möchtest, ist unser Martiniglas und unsere Cocktailgläser so konzipiert, dass sie sowohl den Gebrauch zu Hause als auch den Einsatz in größerem Umfang abdecken. Ein guter Shaker und ein komplettes Cocktail-Set reichen anschließend aus, um jedes dieser zehn Rezepte fehlerfrei nachzumachen.
Übermäßiger Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich. Bitte in Maßen genießen.
