Pornstar Martini: das Rezept für den angesagtesten Cocktail des Moments

Inhalt

    Es gibt Cocktails, die sich damit begnügen zu existieren, und dann gibt es den Pornstar Martini, der lieber einen unvergesslichen Auftritt hinlegt. Passionsfrucht, Wodka, Vanille und ein kleiner Shot Prosecco dazu: Dieser Cocktail hat eine bewusst inszenierte Seite, und genau das erklärt, warum er seit Jahren die Verkaufscharts in fast jeder Cocktailbar anführt.

    Die gute Nachricht: Seine Zubereitung ist mit einem Shaker und zehn Minuten Geduld zu Hause locker machbar.

    Das Pornstar-Martini-Rezept, Schritt für Schritt

    Was du brauchst (für ein Glas)

    • 4 cl Wodka
    • 2 cl Passionsfruchtlikör (z. B. Passoã)
    • 1 cl Vanillesirup
    • 2,5 cl Passionsfruchtpüree
    • 1,5 cl Limettensaft
    • 2 cl Prosecco, separat serviert

    Schwierigkeitsgrad: mittel Zubereitungszeit: 3 Minuten

    Die Schritte

    1. Alles bereitstellen. Wodka, Passionsfruchtlikör, Vanillesirup, Passionsfruchtpüree und Limettensaft griffbereit machen. Zusätzlich eine kleine Flöte Prosecco separat servierfertig machen sowie eine halbe frische Passionsfrucht zur Dekoration. Den Shaker mit Eiswürfeln füllen.

    2. Die Aromen mischen. Wodka, Passionsfruchtlikör, Passionsfruchtpüree, Vanillesirup und Limettensaft direkt in den mit Eis gefüllten Shaker geben.

    3. Kräftig shaken. Den Shaker schließen und etwa zehn Sekunden lang energisch schütteln. Dieser Schritt kühlt die Mischung schnell herunter und verleiht ihr die charakteristische, leicht schaumige Textur des Cocktails.

    4. Abseihen. Mit einem Cocktailsieb die Mischung in ein gut gekühltes Martiniglas abseihen, um eine glatte Flüssigkeit ohne Eissplitter zu erhalten.

    5. Garnieren und servieren. Die halbe Passionsfrucht vorsichtig auf der Oberfläche des Cocktails platzieren. Sofort servieren, zusammen mit dem kleinen Glas Prosecco: Jeder entscheidet selbst, ob er ihn separat trinkt oder in den Cocktail gießt.

    Die Rolle jeder Zutat im Gleichgewicht des Cocktails

    Ein gelungener Pornstar Martini steht und fällt mit einer präzisen Balance zwischen Säure, Süße und Textur. Das trägt jede Zutat dazu bei.

    Das Passionsfruchtpüree ist das exotische Herzstück des Cocktails. Es liefert die aromatische Säure und die leicht samtige Textur, die dem Rezept seine ganze Persönlichkeit verleihen.

    Der Wodka übernimmt die Rolle einer neutralen Grundlage. Er gibt dem Cocktail Struktur, ohne jemals mit den fruchtigen Aromen zu konkurrieren, und überlässt Passionsfrucht und Vanille die Hauptrolle.

    Der Vanillesirup mildert das Ganze ab und sorgt für eine süße Rundung, die die Säure von Passionsfrucht und Limette ausbalanciert.

    Der Prosecco, separat serviert, bringt zum Abschluss eine spritzige Note. Das macht das Servieren auch besonders unterhaltsam: Jeder entscheidet selbst, wie er ihn mit dem Rest kombiniert.

    Das Eis im Shaker sorgt für eine glatte Textur und die ideale Temperatur, zwei unverzichtbare Elemente, um das Aromengleichgewicht optimal zur Geltung zu bringen.

    Woher kommt der Pornstar Martini?

    Anders als bei vielen großen Klassikern ist die Geschichte des Pornstar Martini jung und lückenlos dokumentiert. Er wurde Anfang der 2000er-Jahre in London von Douglas Ankrah erfunden, einem südafrikanischen Barkeeper, der sich in der britischen Hauptstadt niederließ und die Bar Townhouse gründete, eine prägende Figur der Londoner Cocktailszene jener Zeit.

    Ursprünglich taufte Ankrah seine Kreation "Maverick Martini", als Anspielung auf eine Bar in Kapstadt, Südafrika. Letztlich hielt er diesen Namen für zu brav für einen so selbstbewussten Cocktail und entschied sich für einen deutlich provokanteren Namen: Pornstar Martini. Eine riskante Wahl, die aber entscheidend zu seiner internationalen Bekanntheit beigetragen hat.

    Die Mischung überzeugte schnell durch ihre Balance aus exotischer Frische, vanilliger Süße und dem Prickeln des Prosecco. Innerhalb weniger Jahre setzte er sich in Londoner, dann in europäischen Bars durch, bevor er zu einem der meistbestellten modernen Cocktails der Welt wurde.

    Die Anekdote

    Auf die Wahl dieses so direkten Namens angesprochen, erklärte Douglas Ankrah, er habe einen Cocktail gewollt, der "sexy, verführerisch und extravagant wie ein Filmstar" ist, daher der Name, konsequent bis zum Schluss.

    Noch ein amüsantes Detail: In manchen Bars ist es Brauch, das kleine Glas Prosecco nicht aus Tradition separat zu servieren, sondern weil man damit buchstäblich "zweimal anstoßen" kann, einmal mit dem Shot, einmal mit dem fertigen Cocktail.

    So gelingt der Pornstar Martini zu Hause garantiert

    Ein paar nützliche Tipps, damit nichts schiefgeht:

    • Einen echten Shaker verwenden, idealerweise vom Typ Boston, um die charakteristische schaumige Textur zu erzielen. Einfaches Umrühren mit einem Löffel reicht nicht aus.
    • Mit einem feinen Sieb abseihen, zusätzlich zum Sieb des Shakers, um kleine Eissplitter und Fasern der Passionsfrucht zu entfernen.
    • In einem vorgekühlten Martiniglas servieren, das ein paar Minuten im Gefrierfach war: So bleibt der Cocktail länger kalt, und auch die Präsentation gewinnt dadurch.
    • Ein Jigger zum Abmessen verhindert ungenaues Dosieren, bei einem Cocktail, dessen Balance zwischen Säure und Süße wenig verzeiht.

    Wer diesen Cocktail zu Hause fachgerecht nachmachen möchte, braucht dafür nur einen guten Shaker sowie ein feines Sieb und einen Jigger, um vom Improvisieren zur echten Barkeeper-Technik überzugehen.


    Übermäßiger Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich. Bitte in Maßen genießen.

    Hinterlasse einen Kommentar

    Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung genehmigt werden müssen.